Geplant war der "Sentiero Bove", eine anspruchsvolle Gratwanderung über die Gipfel des Val Pogallo, die uns einmal rund um Cicogna führen sollte. Der Trail gehört zu den schwierigsten Touren im Val Grande. Für Wanderer ist er zu schwer, für Kletterer zu leicht. Zu den rein technischen Anforderungen mit der Bewertung T5 kommt noch, dass es, jetzt, im späten Sommer, über weite Strecken kein Wasser geben wird. Das klingt nach genau der Herausforderung, die wir suchen.
Einige Tage davor (und auch danach) stand Norditalien unter Wasser, von Geröllmassen und Evakuierungen war zu lesen. Da der Sentiero Bove über weite Strecken über steile Wiesengrate führt, planten wir um, da der Trail bei Nässe zu riskant werden kann. Statt die Schleife ab Monte Zeda nach Westen zu machen, dem eigentlichen Sentiero Bove, bogen wir dort nach Osten ab.
Cicogna - Alpe Curgei - Alpe Forna
Wir sind nachmittags in Cicogna los, runter zum Fluss und dann knappe 1000 Meter Buchenhein in steilem Aufstieg hoch. Abends ist die Alpe Curgei dann erreicht, nach einem kurzen Plausch mit den beiden Menschen, die sich in der gemütlichen Hütte ausgebreitet haben, schlagen wir etwas oberhalb unser Zelt auf.
Mit grandioser Fernsicht brechen wir ausgeruht auf. Nach einem kurzen Kaffeestopp am schön gelegenen Rifugio Pian Cavallone sind wir schon mitten im spannenden Routenverlauf über den Grat und an wohlklingenden Namen wie "Passo del Diavolo" und "Pizzo Marona" vorbei. Der Weg ist nicht ganz ungefährlich, die Tritte müssen schon sitzen und Hände stabilisieren, aber er ist gut zu gehen.
Cicogna - Alpe Curgei - Alpe Forna
Der Schlenker unterhalb des Monte Zeda zur Alpe Forna ist weit, tief und ermüdend, aber dann doch schneller geschafft, als es von oben scheint.
Wir stehen mit unserem kleinen Zeltchen mitten im Gewitter, starke Böen und kurze Regengüsse machen gehörigen Lärm und zerren sowohl am Gewebe des Zeltes als auch an dem unserer Nerven. Nachts stehe ich kurz auf und spanne das Zelt nach, die Sichtweite ist ungefähr von einem zum anderen Ende des Zeltes. Immer wieder wird es unwirklich hell, wenn irgendwo Blitze die Wolkenschwaden um uns herum erleuchten.
Alpe Forna - Usciago Fondo - Trobaso
Wie frisch gewaschen fühlt sich der Morgen an. Frisch und duftend. Die aufregende Etappe gestern ist geschafft, wir schwenken heute gemütlicher in Richtung Osten, um hinter Pian Vada am Passo Folungo nach Süden ins Tal abzusteigen.
Alpe Forna - Usciago Fondo - Trobaso
Hier ist es dann wirklich einsam. Die Wege sind nicht so oft begangen wie oben auf der Piste zum Pian Vada. Wir begegnen den ganzen Tag über niemandem. Pittoresk ist ein oft genutztes Wort in Reiseberichten, daher mag ich es eigentlich nicht nutzen, aber für das Dorf Piaggia trifft es nun einmal zu.
Im Tal, dem Usciago Fondo, finden wir einen perfekten Platz für den Abend.
Nach einer überraschend warmen Nacht im Wald schlendern wir dem ersten Kaffee entgegen. Die ersten Häuser tauchen auf, und siehe da, was ist das? Eine Gartendusche?
Frisch geduscht verpassen wir den ersten Kaffee und gehen weiter ins nächste Dorf. Und dann noch ein Stück. Und noch ein Stück. In Trobaso legen wir uns hinter die Kirche und warten auf unsere Abholung.
Ein Café, das geschlossen bleibt, wenn das Wetter zu schön ist. Ein Mann, der lieber fischen geht, als zu arbeiten. Ein Rhythmus, der nicht den Erwartungen der Welt gehört.
Geplant war der "Sentiero Bove", eine anspruchsvolle Gratwanderung über die Gipfel des Val Pogallo, die uns einmal rund um Cicogna führen sollte. Der Trail gehört zu den schwierigsten Touren im Val Grande. Für Wanderer ist er zu schwer, für Kletterer zu leicht. Zu den rein technischen Anforderungen mit der Bewertung T5 kommt noch, dass es, jetzt, im späten Sommer, über weite Strecken kein Wasser geben wird. Das klingt nach genau der Herausforderung, die wir suchen.
Einige Tage davor (und auch danach) stand Norditalien unter Wasser, von Geröllmassen und Evakuierungen war zu lesen. Da der Sentiero Bove über weite Strecken über steile Wiesengrate führt, planten wir um, da der Trail bei Nässe zu riskant werden kann. Statt die Schleife ab Monte Zeda nach Westen zu machen, dem eigentlichen Sentiero Bove, bogen wir dort nach Osten ab.
Cicogna - Alpe Curgei - Alpe Forna
Wir sind nachmittags in Cicogna los, runter zum Fluss und dann knappe 1000 Meter Buchenhein in steilem Aufstieg hoch. Abends ist die Alpe Curgei dann erreicht, nach einem kurzen Plausch mit den beiden Menschen, die sich in der gemütlichen Hütte ausgebreitet haben, schlagen wir etwas oberhalb unser Zelt auf.
Mit grandioser Fernsicht brechen wir ausgeruht auf. Nach einem kurzen Kaffeestopp am schön gelegenen Rifugio Pian Cavallone sind wir schon mitten im spannenden Routenverlauf über den Grat und an wohlklingenden Namen wie "Passo del Diavolo" und "Pizzo Marona" vorbei. Der Weg ist nicht ganz ungefährlich, die Tritte müssen schon sitzen und Hände stabilisieren, aber er ist gut zu gehen.
Cicogna - Alpe Curgei - Alpe Forna
Der Schlenker unterhalb des Monte Zeda zur Alpe Forna ist weit, tief und ermüdend, aber dann doch schneller geschafft, als es von oben scheint.
Wir stehen mit unserem kleinen Zeltchen mitten im Gewitter, starke Böen und kurze Regengüsse machen gehörigen Lärm und zerren sowohl am Gewebe des Zeltes als auch an dem unserer Nerven. Nachts stehe ich kurz auf und spanne das Zelt nach, die Sichtweite ist ungefähr von einem zum anderen Ende des Zeltes. Immer wieder wird es unwirklich hell, wenn irgendwo Blitze die Wolkenschwaden um uns herum erleuchten.
Alpe Forna - Usciago Fondo - Trobaso
Wie frisch gewaschen fühlt sich der Morgen an. Frisch und duftend. Die aufregende Etappe gestern ist geschafft, wir schwenken heute gemütlicher in Richtung Osten, um hinter Pian Vada am Passo Folungo nach Süden ins Tal abzusteigen.
Alpe Forna - Usciago Fondo - Trobaso
Hier ist es dann wirklich einsam. Die Wege sind nicht so oft begangen wie oben auf der Piste zum Pian Vada. Wir begegnen den ganzen Tag über niemandem. Pittoresk ist ein oft genutztes Wort in Reiseberichten, daher mag ich es eigentlich nicht nutzen, aber für das Dorf Piaggia trifft es nun einmal zu.
Im Tal, dem Usciago Fondo, finden wir einen perfekten Platz für den Abend.
Nach einer überraschend warmen Nacht im Wald schlendern wir dem ersten Kaffee entgegen. Die ersten Häuser tauchen auf, und siehe da, was ist das? Eine Gartendusche?
Frisch geduscht verpassen wir den ersten Kaffee und gehen weiter ins nächste Dorf. Und dann noch ein Stück. Und noch ein Stück. In Trobaso legen wir uns hinter die Kirche und warten auf unsere Abholung.
Alpe Forna - Usciago Fondo - Trobaso
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